Änderungen bei der steuerlichen Behandlung von Bauland
Wird land- und forstwirtschaftlicher Grund und Boden in Bauland umgewidmet, so kommt es dadurch in der Regel zu deutlichen Wertsteigerungen. Im Rahmen des Budgetbegleitgesetzes 2025 wurde nunmehr ein Umwidmungszuschlag in Höhe von 30 % der positiven Einkünfte aus der Veräußerung umgewidmeter Grundstücke beschlossen, durch welchen sich die Steuerbemessungsgrundlage umgewidmeter Grundstücke erhöht. Dadurch soll eine bessere steuerliche Erfassung von Umwidmungsgewinnen gewährleistet sein.
Der 30%ige Umwidmungszuschlag knüpft unmittelbar an den Veräußerungsgewinn bzw. -überschuss (Verkaufspreis abzgl. Buchwert bzw. Anschaffungskosten) von Grund und Boden an. Auf nach der Umwidmung errichtete Gebäude (nicht Grund und Boden) findet der Umwidmungszuschlag keine Anwendung. Der Umwidmungszuschlag fällt unabhängig davon an, ob der veräußerte Grund und Boden „Altvermögen“ oder „Neuvermögen“ darstellt, wie die Ermittlung der Einkünfte erfolgt oder ob der besondere Steuersatz oder der Tarifsteuersatz zur Anwendung gelangt. Um eine überhöhte steuerliche Belastung auszuschließen, erfolgt eine Deckelung dahingehend, dass sofern die Summe aus Veräußerungsgewinn und Umwidmungszuschlag den erzielten Veräußerungserlös überschreitet, die steuerpflichtigen Einkünfte der Höhe nach mit dem Veräußerungserlös begrenzt sind. Ergibt sich aus der Grundstücksveräußerung ein Verlust, so ist kein Umwidmungszuschlag anzusetzen.
Erfasst sind Veräußerungsvorgänge von Grundstücken ab 1.7.2025, wenn die Umwidmung nach dem 31.12.2024 stattgefunden hat.
Stand: 26. August 2025